Der Favorit setzt sich nun doch durch: Boston Celtics eine Runde weiter

Sechs Spiele Spannung pur und Basketball vom Feinsten – das bot das Aufeinandertreffen der Boston Celtics und der Chicago Bulls in den NBA Playoffs 2009. Nachdem von den ersten sechs Spielen der Sieger zweimal erst nach Verlängerung, einmal nach zweifacher- und einmal gar erst nach dreifacher Verlängerung feststand, hofften Fans und Experten auf das Highlight im entscheidenden siebten Spiel. Doch dieses Entscheidungsspiel stellt das etwas unspektakuläre Ende einer der spektakulärsten Playoff-Serien der vergangenen Jahre dar: Vor heimischer Kulisse gewinnt Boston souverän 109:99 (52:39).

Dabei sah es im ersten Viertel noch so aus, als könne Chicago die Sensation schaffen und den amtierenden Meister gleich in der ersten Playoff-Runde den Traum von der Titelverteidigung zunichte zu machen. Da waren etwa vier Minuten gespielt: Ben Gordon „for three“ zum 14:6 für die Bulls. Doch bereits kurz vor Ende dieses Viertels gelingt es dann dem Bostoner Bankspieler Brian Scalabrine per Dreier zum 23:27 zu verkürzen.

Es war dann auch Bostons starke Bank, die im zweiten Viertel richtig aufdrehte. Eddie House brachte so die Celtics per Dreier schließlich mit 39:36 in Führung. Den Bulls gelingt in diesem Viertel nichts mehr, nur 11 Punkte können sie erzielen, Boston hingegen 29, womit die Celtics zur Halbzeit deutlich mit 52:39 in Führung liegen.

Drei Minuten vor dem Ende des dritten Viertels sieht es dann noch einmal so aus, als könnten die Bulls einen Run starten und das Spiel doch noch drehen. John Salmons versenkt einen Mitteldistanzwurf und die Bulls liegen nur noch 7 Punkte zurück (60:67). Doch dank eines 10:0-Laufs von Boston gehen die Celtics mit immer noch 7 Punkten Führung (78:71) in das entscheidende vierte Viertel.

Im vierten Viertel laufen die Bulls weiterhin dem Rückstand hinterher. Sie kommen zwar den Celtics immer wieder gefährlich nahe, aber diese haben immer die bessere Antwort. Als 40 Sekunden vor Spielende Eddie House einen weiten Pass auf Ray Allen spielt und dieser den Korbleger – bei dem er auch noch gefoult wird-  zum 104:97 verwandelt, ist die Partie entschieden. Boston ist somit eine Runde weiter und trifft nun auf Orlando. Wir dürfen gespannt sein, wie sich Boston da ohne Kevin Garnett gegen den starken Center und Star der Orlando Magic, Dwight Howard, schlagen wird…

Top-Scorer Boston: Ray Allen (23 Pkt.), Paul Pierce (20 Pkt.), Kendrick Perkins (14 Pkt.)

Top-Scorer Chicago: Ben Gordon (33 Pkt.), Derrick Rose (18 Pkt.), John Salmons (12 Pkt.)

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