Beginn der norddeutschen Wochen

Hamburger SV vs. Werder BremenNur knapp 100 Kilometer liegen zwischen den beiden Hansestädten. Es geht um die Vormachtstellung im Norden, der Hamburger SV spielt so stark wie seit Anfang der 80er Jahre nicht mehr, Werder Bremen muss den DFB-Pokal gewinnen, um nächstes Jahr international vertreten zu sein. Danach geht es in das prestigeträchtige UEFA-Cup Halbfinale, um sich dann zuletzt auf dem Bundesliga-Nordgipfel zu messen.

4 x Derbytime auf allerhöchsten Niveau

Die Stimmung wird immer heißer…

Tim Wiese, bekannt für seine Intellektualität und rosafarbene Torwartkleidung, sorgt für den ersten Trashtalk: „Wir müssen dem HSV gleich auf den Sack geben!“, lässt er in der grössten deutschen Tageszeitung verlauten, „Dann wackeln die. Das wäre wichtig für die nachfolgenden Spiele. Aber der HSV hat sowieso mehr Schiss vor uns als wir vor denen.“

Das klingt schon nach Angstkompensation, wenn man bedenkt, dass Werder nächste Saison mit leeren Händen dastehen könnte: International nicht vertreten, dieses Damoklesschwert hängt tief über den Köpfen der Werderspieler. Ob sich dann Spielertypen wie Diego noch zur Mannschaft bekennen? Juventus Turin und Internazionale Milano scheinen sehr interessiert, auch der Brasilianer ist wohl nicht abgeneigt.

Der HSV hingegen blickt in eine positive Zukunft: Nach dem De Jong (18 Mio.) und dem Kompany (8 Mio.) Verkauf ist noch genug Geld in der Kriegskasse, um die ohnehin funktionierende Mannschaft punktuell mit Spitzenkräften zu verstärken. Die Mannschaft steht vor dem Erreichen der Champions-League, sie sind in allen Wettbewerben vertreten, das Konzept Martin Jols scheint schneller aufzugehen, als es sich die Fans nach dem Weggang Van der Vaarts erträumen konnten.

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