Basketball ist ein Statistiksport. Stundenlang können wir Fans über Statistiken brüten, über sie diskutieren oder über sie streiten: Wer ist zum Beispiel der beste Spieler aller Zeiten? Michael Jordan natürlich. Der machte durchschnittlich über 30 Punkte pro Spiel und 33 Punkte in den Playoffs und war zudem der kompletteste Spieler, gewann zig „Defense-Player of the year“-Auszeichnungen. Oder doch Kareem-Abdul Jabbar? Der sammelte in seiner Karriere über 38.000 Punkte und 11.000 Rebounds. Und spielte den Endgegner im Bruce Lee-Film „Mein letzter Kampf“ (Game of Death) – was wiederum in keiner Statistik auftaucht, aber unbedingt mit berücksichtigt werden sollte.
Na ja, wie auch immer: Wer kennt nicht den Spruch „glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast“. Denn sicher ist die Statistik nicht der Weisheits, sondern nur des Scoutings letzter Schluss. Ein Sprungwurf aus 2,5m Entfernung? Schwierig, der Mann am Tisch muss sekundenschnell entscheiden, ob er den Wurf als einen Mittel- oder Nahdistanzwurf erfasst. Oder ein im Grunde misslungener Pass, der durch die Hände des Gegners flutscht, aber dann doch irgendwie beim Mitspieler ankommt, der ihn dann in den Korb slamt. Assist für den Mitspieler oder Turnover für den Gegner? Wie man sieht, sind die Stats auch immer nur so viel Wert wie das gute Auge und das Fachwissen des Scouts am grünen Tisch es zulässt.
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